15 Jahre Schmetterlinge

Seit 2001 bietet die Selbsthilfegruppe betroffenen Familien in Köln und Umgebung ein Forum zum emotionalen und fachlichen Austausch rund um das Thema ADHS/ADS.

Die Schmetterlinge bieten für Kölner Eltern einmal monatlich eine Gesprächsrunde im geschützten Rahmen an und organisieren mehrmals im Jahr Fachvorträge und Workshops zu ADHS. Zum Informationsangebot gehören ferner eine Fachbücherei und ein regelmäßiger Newsletter sowie ein Elternratgeber, den betroffene Familien, aber auch Institutionen und Schulen unter adhs.guide(at)yahoo.de kostenlos bestellen können.

 

Gegründet wurde die Eltern-Selbsthilfegruppe 2001 von der Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Köln-Zollstock, Christiane Rotter, der Sozialpädagogin Doris Ganser-Rashid, sowie von Gertraud Winkendick, Erzieherin in einer städtischen Kindertagesstätte. Über hundert Familien haben seitdem in der Gruppe Informationen zu ADHS und zu Anlaufstellen in Köln erhalten und emotionale Unterstützung von Gleichgesinnten erfahren. Bis heute trifft sich die Gruppe in Köln-Zollstock, wo die Evangelische Kirchengemeinde kostenlos einen Raum zur Verfügung stellt. Aktuell werden die Schmetterlinge ehrenamtlich von den Kölnerinnen Kathrin Melzer und llse Schank geleitet.

 

ADHS/ADS und Selbsthilfe

Heute haben das Wissen über ADHS und ADS in der Gesellschaft und medizinische Hilfsangebote deutlich zugenommen. Trotzdem sind Gefühle von Ohnmacht und Mutlosigkeit immer noch gang und gäbe bei Angehörigen von betroffenen Kindern und Jugendlichen – auch 15 Jahre nach Gründung der Elterngruppe. Familien mit Kindern und Jugendlichen, die von der psychischen Störung betroffen sind, haben häufig mit extremen Belastungen in mehreren Lebensbereichen gleichzeitig zu kämpfen. Zum anstrengenden Alltag mit einem chronisch beeinträchtigten Kind kommen oft lange, frustrierende Wege durch den Diagnose- und Behandlungsdschungel, Auseinandersetzungen mit der Schule sowie soziale Ausgrenzung.

 

Gemäß dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ bringt der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe – längst als tragendes Element der multimodalen Therapie bei AD(H)S anerkannt – in der Regel

eine deutliche psychische Entlastung für die Eltern mit sich. Hier können Eltern Ressourcen tanken und so ihr Kind besser im Alltag unterstützen.

 

Unsere Selbsthilfegruppe finanziert sich aus der Selbsthilfeförderung der gesetzlichen Krankenkassen.//


Kathrin Melzer (links) und

Ilse Schank leiten aktuell

die Selbsthilfegruppe Schmetterlinge